Excursion Berlin 2018

26685689_10154924675251216_7655018631344351392_o(Abb. Marijpohl)

Das Literarische Kolloquium residiert in einer eleganten Villa am Wannsee und fördert traditionell die geschriebene Literatur. Im Jahr 2018 wendet man sich auch der gezeichneten Literatur, der sequenziellen Bilderzählung, dem Comic zu. Am 11. Januar öffneten sich Räume, die sonst verschlossen bleiben: An vier unterschiedlichen Orten im Haus lasen vier ComicautorInnen und -ZeichnerInnen mit Bildprojektion aus ihren Werken.

falkner3

Brigitta Falkner wanderte in ihrem Buch »Strategien der Wirtsfindung« (Matthes & Seitz) durch die Welt der Parasiten, ihre verstörend fantastischen Bilder dieser Organismen lassen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, strenger Formalisierung und einem literarisch-zeichnerischen Spiel verschwimmen.

blad_innen02

Falkners Wiener Kollegin Regina Hofer alias Borretsch widmete sich in ihrem expressiv gezeichneten und autobiografisch geprägten Band »Blad« (Luftschacht) dem Thema Essstörungen.

008_Eremit_Copyright_Marijpol2016_a_900

Die dystopische Graphic Novel »Der Eremit« (Avant-Verlag) von Marijpol befasst sich mit der Spaltung des durch Überangebot überforderten Individuums, mit fundamentalen Fragen des Lebens und Sterbens in einer überalterten Gesellschaft und – mit Obst.
realm069

Kai Pfeiffer, bekannt für seine dokumentarischen Comics und gemeinsamen Publikationen mit Dominique Goblet (»Bei Gefallen auch mehr…«, Avant-Verlag), stellte sein aktuelles Projekt »Geisterhäuser« vor.

lcb01

Thorsten Döngies gibt den Studenten einen kurzen Überblick die Geschichte und Funktion des Literarischen Kolloquiums Berlin. 

lcb02

Am Tag darauf besuchten wir das Berliner Museum für Kommunikation, das gerade eine Ausstellung der Preisträger des Red Dot Awards für zeitgenössisches Kommunikations-Design zeigte.

mk08
mk01

Sonderausstellung der Preisträger der „Red Dot Awards„.

mk02

Die Dauerausstellung zur Geschichte der Kommunikation interessierte uns naturgemäss ebenfalls.

mk03
mk05

Das Lexikon „Enquiry Within Upon Everything“ aus dem Jahr 1856 (Robert Kemp Philp) inspirierte Tim Berners-Lee zum World Wide Web: Ähnlich wie das Buch sah er das Internet als Zugang zur Welt der Information.

Museumsbesucher haben die Möglichkeit, selbst Nachrichtensprecher zu spielen und kurze Sequenzen vor einem Green-Screen mit Hilfe eines Telepromters einzusprechen.

mk06

Die Belichtung ist im realen Fernsehstudio sicher besser.

mk07
mk09Diese Erfindung setzte sich nicht durch.